"Seelentiefen" Begegnungen - die neunzehnte

19 Fotografien. Elf Männer, acht Frauen.
Jede ein stiller Dialog. Eine vorsichtige Annäherung.
Ein Blick hinter die Fassade – in Geschichten, in Gesichter, in das, was bleibt, das, was in die Tiefe geht.

 

Begegnung – die neunzehnte
Sigrid

 

Sie war die Neunzehnte.

 

Dachte man nach dem Besuch bei Ulrik noch, das wäre das letzte Shooting gewesen, zeigte sich schnell: Es „warten“ noch viele Männer und Frauen, die mit ihren Geschichten gesehen und gehört werden wollen und müssen. Eine von ihnen ist Sigrid.

 

Es ist ein kalter, aber sonniger Vormittag in Lahnstein. In den Räumen von Sigrid und Alfred liegt eine warme, fast schützende Atmosphäre. Herzlichkeit, die nicht laut wird, sondern einfach da ist. Wie immer beginnt alles mit einem Gespräch, bevor die Kamera überhaupt ins Spiel kommt. Ein Ankommen, ein Sich-Vertraut-Machen, ein vorsichtiges Öffnen. Der Mensch vor der Linse wird erst einmal Mensch im Raum.

 

Schnell entsteht eine gemeinsame Wellenlänge. Leise Töne, achtsam, aufeinander achtend. Es zeigen sich Parallelen, fast wie feine Spiegelungen zwischen der Frau mir gegenüber und mir selbst. Empathie als Grundhaltung, ein genaues Hinhören, auch auf das Unausgesprochene.

 

Da ist auch die Erfahrung, über die eigenen Kräfte hinausgegangen zu sein, um für andere da zu sein, für Aufgaben, für Menschen, für das Leben selbst. Grenzen wurden dabei manchmal erst im Nachhinein spürbar.

 

Auch dieses Treffen geht über ein fotografisches Arbeiten hinaus. Es wird zu einem Moment, der nachhallt.

Formularbeginn

 

Mit Sigrid schließt diese Reihe der „Menschen aus Seelentiefen“.

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