"Seelentiefen" Begegnungen - die zwölfte

„Seelentiefen“ Begegnungen

Eine Reihe in Wort und Bild

 

19 Fotografien. Elf Männer, acht Frauen.
Jede ein stiller Dialog. Eine vorsichtige Annäherung.
Ein Blick hinter die Fassade – in Geschichten, in Gesichter, in das, was bleibt, das, was in die Tiefe geht.

 

Begegnung – die zwölfte
Django

 

 

Selten habe ich einen einem Blick gegenübergestanden, der so intensiv war. Du siehst genau hin, sagt er später. Schon am Anfang ist das spürbar. Django fixiert mich, als würde er lesen wollen, was sich hinter meinem Gesicht verbirgt. Ein prüfendes Sehen, ein Scannen des Gegenübers. Drei Bilder", meint er. So vermutlich sein Plan. Ich antworte: Nach fünf Stunden sind wir fertig. Er lacht kurz. Na gut. Dann schauen wir mal. Am Ende werden es anderthalb. Wir gehen durch die Stadt, suchen Orte. Nichts Gemachtes, sagt er. Kein Theater. Keine Kulisse, kein Pittoreskes. Stattdessen Gitter im Hintergrund. Strukturen, die Halt geben und zugleich begrenzen. Wir finden, was wir brauchen. Django lässt sich ein. So hatte ich mir das nicht nicht vorgestellt, resümiert er. Und bleibt. An und in den Orten. Auf Spiegel. Auf das langsame Verschwinden seines ursprünglichen Vorhabens.

 

Je länger wir fotografieren, desto mehr erzählt er. Und lässt sich zeigen.

 

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