Warum Workshops unsere innere Welt erweitern – eine kleine Reflexion

Ab Dienstag beginne ich wieder einen Workshop. Schon jetzt spüre ich ein leichtes Knistern der Vorfreude. Diese besondere Spannung, die entsteht, wenn etwas Neues wartet, das zugleich vertraut und überraschend sein wird.

Seit Jahren gönne ich mir mindestens einmal im Jahr solche Auszeiten. Workshops sind für mich kleine Labore der eigenen Entwicklung. Sie geben Raum, um zu experimentieren, zu stolpern, zu beobachten und zu entdecken. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern die eigene Perspektive geweitet auf die eigene Kunst, auf das eigene Sein.

Es ist die Mischung aus Tun, Beobachten und Austauschen, die solche Erfahrungen so wertvoll macht. Man begegnet anderen, die mit ähnlicher Neugier unterwegs sind, und gleichzeitig trifft man sich selbst in Momenten, die sonst leicht übersehen werden. Ein Blick, eine Bewegung, ein Wort kann plötzlich eine neue Tür öffnen zu einer Idee, einer Emotion, einem Bild, das man noch nicht kannte.

Ich freue mich auf die Impulse, die kommen, auf die Begegnungen, auf die kleinen Überraschungen, die sich in scheinbar einfachen Übungen verstecken. Und ich weiß: Nach jedem Workshop nehme ich etwas mit, das größer ist als die Summe der Stunden, eine gespürte Veränderung, ein Funke, der weiterglimmt.

 

Im Sommer steht ein weiterer Workshop an. Bei dem Gedanken daran spüre ich ein leichtes Zögern: Wird er mich zu sehr aus meiner Komfortzone locken? Könnte meine Kreativität sich in diesen Momenten zurückziehen, um sich selbst zu schützen? Vielleicht. Doch genau in dieser Unsicherheit liegt vielleicht die Chance, achtsam zu beobachten, wie viel ich wagen kann und wann ich mir selbst Raum zum Atmen lasse. Die Entscheidung werde ich noch treffen.

 

Für alle, die neugierig sind: auch im Alltag lohnt es sich, solche Räume zu schaffen, bewusst zu experimentieren, Neues auszuprobieren, die eigene Komfortzone sanft zu verlassen. Zehn Minuten am Tag können schon reichen, um etwas zu entdecken, das man vorher nicht sehen konnte. Andere Wege gehen, Perspektiven wechseln, fremde Menschen grüßen. Nur so eine Idee.

 

Ab Dienstag lasse ich mich wieder auf dieses Spiel ein: offen, aufmerksam, lebendig. Vielleicht ist genau das der Kern dessen, warum Workshops mehr sind als ein Termin im Kalender: Sie erinnern uns daran, dass wir wachsen, wenn wir uns erlauben, Neues zu betreten, aber immer in unserem eigenen Tempo.

 

Ich werde erzählen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Copyright © 2026 Doris Kohlhas