"Seelentiefen" Begegnungen - die sechzehnte

„Seelentiefen“ Begegnungen

Eine Reihe in Wort und Bild

 

19 Fotografien. Elf Männer, acht Frauen.
Jede ein stiller Dialog. Eine vorsichtige Annäherung.
Ein Blick hinter die Fassade – in Geschichten, in Gesichter, in das, was bleibt, das, was in die Tiefe geht.

 

Begegnung – die sechzehnte
Conny

 

Sie war die Sechzehnte.

 

 

Mit nur zwei Prozent Sehkraft entgeht ihr nichts. Sie lebt mit Albinismus, und ihre hellblonden Haare leuchten im Schwarz-Weiß-Shooting auf eine fast überirdische Weise. Im Februar wurde sie 60 Jahre jung. Sie lebt allein und erzählt beiläufig, dass nach einem trubeligen Tag in Gesellschaft manchmal die Einsamkeit spürbar wird. Ich schlucke.

Wir experimentieren, suchen den perfekten Standort im Tor. Das Tornetz formt den Raum wie ein unsichtbares Prisma, Wind und Sonne tanzen darin, und gemeinsam bringen sie Bilder hervor, die atmen. Der Kontrast ihrer Haare in den Schwarz-Weiß-Aufnahmen ist einfach atemberaubend.

 

Wie schafft sie Walking Football? Weil es Menschen wie Amand gibt, die offen für alles sind und weil Conny schon als junge Paralympionikin gelernt hat, mit äußerster Disziplin durchs Leben zu gehen. Eine faszinierende Frau, deren Kraft, Präsenz und Leichtigkeit sich in jedem Bild widerspiegeln, flüchtig, still, und doch unvergesslich.

 

 

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